AWG-Novelle 2026: Härtere Strafen für Sanktionsverstöße – Jetzt ist Handeln geboten

AWG-Novelle 2026: Härtere Strafen für Sanktionsverstöße – Jetzt ist Handeln geboten


In vielen Gesprächen, die ich aktuell mit Unternehmen führe, wird klar: Die AWG-Novelle ist für viele noch massiv unterschätzt.

Dabei sind insbesondere drei Themen entscheidend: · Härtere Freiheitsstrafen & höhere Bußgelder · Abschaffung der zweitägigen Karenzzeit · Kriminalisierung bisher nur bußgeldbewehrter Verstöße

Was viele noch nicht auf dem Schirm haben:

Es geht nicht nur um „ein bisschen strengere Regeln“, sondern um einen echten Paradigmenwechsel in der Sanktions-Compliance.

Der Bundestag hat am 15. Januar 2026 die Novelle des Außenwirtschaftsgesetzes (AWG) beschlossen. Deutschland setzt damit die EU-Richtlinie 2024/1226 um – mit spürbaren Konsequenzen für die Praxis.

Die wichtigsten Verschärfungen im Überblick:

Verschleierung von Sanktionsverstößen

→ Freiheitsstrafe bis zu 10 Jahre (bisher: 5 Jahre) Leichtfertiges Handeln (z. B. bei Dual-Use-Gütern)

→ künftig strafbar Bußgelder für Unternehmen

→ bis zu 40 Mio. Euro (bisher: 10 Mio. Euro) Neue Straftatbestände für Berater, Wirtschaftsprüfer & Dienstleister

Und jetzt kommt der Teil, der in der Praxis oft übersehen wird:

Die zweitägige Karenzzeit wird abgeschafft.

Bislang hatten Unternehmen zwei Werktage Zeit, sich auf neue Sanktionslisten einzustellen – ohne sich strafbar zu machen.

Diese Schonfrist entfällt künftig vollständig.

Neue Sanktionslisten gelten ab dem Moment ihrer Veröffentlichung – ohne Übergangsfrist.

Das bedeutet in der Praxis:

  • Manuelle Screening-Prozesse reichen nicht mehr aus
  • Wer zu langsam reagiert, riskiert strafrechtliche Konsequenzen

Realität in Unternehmen (was ich aktuell sehe)

Ich sehe aktuell immer wieder das gleiche Muster:

  • Sanktionslisten werden manuell oder mit Zeitverzug abgeglichen
  • Neue Listungen werden nicht automatisch in Screening-Prozesse eingespielt
  • Nachweisbarkeit gegenüber Behörden fehlt

Warum das Interesse an automatisierten SPL-Lösungen für SAP GTS sprunghaft steigt

Allein in der vergangenen Woche haben sich mehrere Unternehmen nach unserem automatischen Upload-Tool für Sanktionslisten in SAP GTS (Global Trade Services) erkundigt.

Kein Wunder: Unser Tool sorgt dafür, dass neue Listungen automatisch und ohne manuellen Eingriff direkt in SAP GTS eingespielt werden sobald neue Einträge veröffentlicht werden.

Das schützt nicht nur vor strafrechtlichen Risiken, sondern gibt Compliance-Teams die nötige Sicherheit und Nachweisbarkeit gegenüber Behörden – vollständig integriert in die bestehende SAP-Systemlandschaft.

Bereit, Ihr Sanktions-Screening zukunftssicher aufzustellen?

Kontaktieren Sie mich direkt oder schreiben Sie mir eine Nachricht – ich zeige Ihnen gerne in einer unverbindlichen Demo, wie unser automatisches SPL-Upload-Tool in SAP GTS funktioniert und wie schnell Sie es in Ihrer bestehenden Systemlandschaft einsetzen können.

Piotr Kedzierzynski
Als Diplom-Wirtschaftsingenieur und Partner für SAP GTS bei SIPRO verbinde ich seit über 12 Jahren technologische Expertise mit meiner Begeisterung für den internationalen Handel. Ich begleite Unternehmen dabei, ihre Außenhandels- und Zollprozesse zukunftssicher zu gestalten und den Anforderungen eines zunehmend vernetzten globalen Marktes erfolgreich zu begegnen.Mich fasziniert, wie Unternehmen durch intelligente Prozesse und moderne SAP-Lösungen ihre globale Wettbewerbsfähigkeit stärken können. In diesem Blog teile ich Fachwissen, Projekterfahrungen und aktuelle Trends rund um SAP GTS, Zoll, Außenhandel und globale Lieferketten.

Wenn Sie eine SAP-Beratung in Betracht ziehen oder einfach nur genauere Informationen wünschen, füllen das über den Button zu erreichende Kontaktformular aus oder rufen Sie an unter +49 (0) 621 30 98 26 15

Zum Formular