PFAS-Regulierung: Warum Unternehmen jetzt ihre Produktdaten prüfen sollten

Kaum ein regulatorisches Thema sorgt derzeit für so viel Aufmerksamkeit wie PFAS (Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen). Die sogenannten „Forever Chemicals“ stehen aufgrund ihrer hohen Umweltpersistenz zunehmend im Fokus der Gesetzgeber. Für viele Unternehmen der Chemie-, Pharma-, Kunststoff- oder Fertigungsindustrie stellt sich deshalb die Frage: Sind unsere Produkte betroffen?
Die Antwort ist häufig komplizierter als erwartet.
PFAS können in Rohstoffen, Zwischenprodukten oder Endprodukten enthalten sein – oft ohne dass diese Informationen zentral verfügbar sind. Viele Unternehmen verfügen zwar über umfangreiche Produkt- und Stoffdaten, diese sind jedoch über verschiedene Systeme, Sicherheitsdatenblätter oder Lieferanteninformationen verteilt.
Genau darin liegt die eigentliche Herausforderung.
Transparenz statt hektischer Reaktion
Auch wenn die endgültige Ausgestaltung der europäischen PFAS-Beschränkung noch beraten wird, ist bereits heute klar: Die Anforderungen an die Dokumentation und Nachverfolgbarkeit von Stoffen werden weiter steigen.
Wer erst reagiert, wenn neue Vorgaben in Kraft treten, muss häufig unter großem Zeitdruck analysieren:
- Welche Produkte enthalten PFAS?
- Welche Kunden sind betroffen?
- Welche Sicherheitsdatenblätter und Etiketten müssen angepasst werden?
- Welche Alternativen stehen zur Verfügung?
Unternehmen, die ihre Daten frühzeitig strukturieren, schaffen dagegen eine solide Grundlage für zukünftige regulatorische Anforderungen.
SAP kann dabei ein entscheidender Baustein sein
Viele der benötigten Informationen sind in SAP bereits vorhanden – beispielsweise in Produktspezifikationen, Materialstammdaten oder Compliance-Prozessen. Entscheidend ist jedoch, diese Informationen sinnvoll miteinander zu verknüpfen und für regulatorische Fragestellungen nutzbar zu machen.
Mit einer durchdachten SAP Product Compliance-Lösung lassen sich betroffene Produkte identifizieren, regulatorische Bewertungen unterstützen sowie Sicherheitsdatenblätter und Etiketten effizient verwalten. Gleichzeitig entsteht die Transparenz, die Unternehmen künftig nicht nur für PFAS, sondern auch für Themen wie den Digital Product Passport oder neue Nachhaltigkeitsanforderungen benötigen.
Unser Fazit
PFAS ist weit mehr als ein kurzfristiger Regulierungstrend. Das Thema zeigt exemplarisch, wie wichtig belastbare Produktdaten und effiziente Compliance-Prozesse geworden sind.
Wer heute in transparente Datenstrukturen und digitale Prozesse investiert, reduziert nicht nur regulatorische Risiken, sondern schafft gleichzeitig die Grundlage für zukünftige Anforderungen.
Als Spezialist für SAP Product Compliance unterstützt die SI PRO GmbH Unternehmen dabei, genau diese Transparenz zu schaffen – pragmatisch, SAP-gestützt und mit langjähriger Erfahrung im Bereich chemische Produktsicherheit.
